Die ESK 700/850 gibt es als Postkarten Edition anlässlich der Eröffnung des Buchstabenmuseums.


 
 

ESK 700/850

Die Großraumkaufhallen in der Perspektive

„Es ist damit zu rechnen, daß sich das Warensortiment in Zukunft weiterhin in Breite und Tiefe stark vergrößert. Ein reicheres Angebot an Konsumgütern für den täglichen Bedarf wird der ständigen Ausweitung der internationalen Handelsbeziehungen folgen. Der Konsument wird viele Waren in seinen Verbrauch einbeziehen, die heute nur innerhalb territorialer Grenzen gehandelt werden. Diese Tendenz drückt sich nebenbei auch in der zunehmenden Internationalisierung der Speisekarte und darüber hinaus unserer Verbrauchsgewohnheiten aus.
Selbstverständlich hat die Erweiterung des Warensortiments für Artikel des täglichen Bedarfs seinen wesentlichen Ursprung in dem steigenden Angebot der Industrie und verbindet sich mit neuen Formen der Aufbereitung und Gestaltung der Lebensmittel und Gebrauchsgüter sowie mit neuen, praktischen und formschönen Verpackungen.“ (S. 218)

„Die prognostische Entwicklung in der DDR orientiert in weitgehendem Umfang auf den Bau von Großraumkaufhallen und eine wesentliche Erweiterung ihres Marktanteils. Kaufhallen werden zu den modernsten Einkaufstätten für Waren des täglichen Bedarfs und zum Symbol einer neuen Versorgungsqualität.“ (S. 219)

„Die Verkürzung der Arbeitszeit und gleichzeitig eine mögliche Verlängerung der Verkaufszeiten werden den gleichzeitigen Besuch von verschiedenen Einrichtungen anregen. Sowohl Spezialverkaufsstellen als auch Verkaufsstellen, die komplexe Sortimente führen, werden zu erwarten sein.“ (S. 220)

„Entwurf und Projektierung künftiger Großraumkaufhallen werden in noch stärkerem Maße determiniert von den Erfordernissen komplexer Lösungen. Sie ergeben sich aus der Intergration des Bauwerks Kaufhalle in das Einheitssys-tem Bau und aus funktionellen Bindungen an einen einheitlichen Prozeßablauf bei der Handelstätigkeit in Kaufhallen aller Größengruppen. Das bedeutet für den Funktionsablauf ein Auflösen des Gesamtprozesses in unifizierbare Prozeßelemente, die einheitlich im Sinne einer Normierung gestaltet werden können. Damit entstehen die Voraussetzungen für eine wesentlich höhere Effektivität bei der Planung, Projektierung und Inbetriebnahme von Kaufhallen.“ (S. 220)

Zitiert aus Karl-Heinz Wolf / Walter Bönewitz 1970: Kaufhallen. Verlag für Bauwesen Berlin.

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